Prebold, Slowenien
Studie Einfamilienhaus, 2026
Die Parzelle liegt in der kleinen Ortschaft Prebold, rund 30 Minuten ausserhalb von Ljubljana. Strenge Gestaltungsvorschriften schränken den Spielraum stark ein. Der kreuzförmige Grundriss markiert den Eingang mit einer giebelständigen Fassade zur Hauptstrasse, ist in seiner Ausrichtung aber längs zur Strasse orientiert. Eine überdachte Pergola bindet die bestehende Obstpresse ein und schafft einen gedeckten Aussenraum. Der bestehende „Marof" (ehemaliges Wirtschaftsgebäude) wird aufgestockt; im Obergeschoss entstehen nutzungsoffene Räume, die als Atelier oder Büro dienen können.
Der Grundriss ist eine Abfolge von Räumen, die sich um die innenliegende Treppe anordnen. So entsteht ein durchlässiges Raumgefüge ohne gefangene Räume. Unter dem Satteldach der Presse öffnet sich ein überhoher Essraum. Im Obergeschoss sind die Schlafzimmer so gegliedert, dass die Kinder einen eigenen Trakt erhalten.
Die Architektur orientiert sich an den ortstypischen Gehöften: Auf einem massiven Sockel sitzt ein Holzbau, dessen ausladende Dachvorsprünge die Fassade schützen und der Form einen klaren Ausdruck geben. Nach Süden öffnet sich die Fassade grossflächig und gibt den Blick frei auf den historischen Ortskern jenseits des Flusses.
In Zusammenarbeit mit Jan Marc Castlunger, Castlunger Tolpeit Architecture, Südtirol