Vaduz
Projekt, 2024–2026
In ruhiger Lage am Giessabach in Vaduz werden zwei Geschosse eines Bürogebäudes in Wohnungen transformiert. Das Projekt versteht die Umnutzung nicht als Bruch, sondern als Weiterdenken des Bestands: Die vorhandene Struktur mit ihren Eigenheiten und Qualitäten bildet die Grundlage der neuen Wohnungen.
Dabei wird insbesondere die räumliche Qualität der Bandfenster aufgegriffen: Die Wohn- und Schlafräume sind entlang der Fassade angeordnet. Innentüren entlang der Fassade schaffen zusätzliche räumliche Verbindungen und vermitteln eine überraschende Grosszügigkeit. Der ehemalige Korridor wird zum Versorgungskern mit Bädern und Abstellräumen. Den Wohnungen werden nach Süden vorgesetzte Balkone zugeordnet. Die expressive Stahlkonstruktion tritt bewusst in Dialog mit dem Bestand, löst die geschlossene Fassadenwirkung auf und verleiht dem Gebäude eine neue Offenheit.
Weiters wird die gesamte Gebäudehülle saniert. Hochwertige Dreifachverglasungen ersetzen die bestehenden Fenster und die Fassade wird zusätzlich gedämmt. Die Energieversorgung wird auf eine klimaschonende Wärmepumpe umgestellt und durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ergänzt. So entsteht ein nahezu energieautarkes Gebäude, das im Betrieb keine CO₂-Emissionen verursacht. Schadstoffbelastete Materialien im Innenraum werden rückgebaut und ersetzt.