Pai, Verona
Machbarkeitsstudie, 2023
Pai ist ein kleines Dorf am östlichen Ufer des Gardasees. Die gute Erreichbarkeit und das mediterrane Klima machen die Region zu einem beliebten Ferienziel, insbesondere für Gäste aus Österreich und Süddeutschland. Eine Besonderheit des Grundstücks ist die ausgeprägte Topografie, die den Hang in vier Ebenen gliedert.
Der Entwurf reagiert auf diese terrassierte Struktur und fügt den Neubau kaskadenförmig in das abfallende Gelände ein. So erhält jede Einheit einen optimalen Blick auf den See und vermittelt das Gefühl, mitten im Olivenhain zu wohnen. Den zweigeschossigen Baukörpern sind jeweils hölzerne Loggien vorgelagert – eine Referenz an die historische Bauform der lokalen Limonaias.
Die modulare Grundstruktur ermöglicht unterschiedliche Nutzungskonzepte und eine flexible Anpassung an zukünftige Anforderungen eines Hotelbetriebs. Einheiten lassen sich zusammenlegen oder trennen, um verschiedene Raumgrössen zu realisieren. Die vertikale Erschliessung erfolgt senkrecht zum Gebäude über eine Abfolge von Treppen, die die Ebenen miteinander verbinden. Ergänzt wird sie durch horizontale, aussenliegende Verbindungsgänge.
Nachhaltigkeit wird sowohl aus ökologischer als auch aus sozialer Perspektive betrachtet. Die Terrassierung erlaubt das Sammeln von Regenwasser zur Bewässerung. Begrünte Terrassen fördern die Artenvielfalt und unterstützen die harmonische Einbindung des Gebäudes in die Umgebung. Das gleichmässige Raster begünstigt eine effiziente Holzkonstruktion. Im Erdgeschoss tragen öffentlich zugängliche Gastronomie- und Veranstaltungsräume zur sozialen Integration der lokalen Bevölkerung bei.